Hilfe bei Gewalt

Es gibt verschiedene Arten von Gewalt, zum Beispiel:

  • körperliche Gewalt (zum Beispiel schlagen oder treten)
  • seelische Gewalt (zum Beispiel beleidigen, isolieren, bedrohen, kontrollieren)
  • sexuelle Gewalt (zum Beispiel Missbrauch, Vergewaltigung)

Oft passiert das auch in der Familie oder Partnerschaft. Dann heißt das auch häusliche Gewalt.

Wenn Sie in einer Notsituation sind und schnell Hilfe brauchen, können Sie unter der Telefonnummer 110 die Polizei  anrufen. Es gibt mehrere Dienststellen der Polizei

in der Stadt Fulda:

im Landkreis Fulda:

Bei der Polizei können Sie auch eine Anzeige gegen den Täter machen. Es gibt aber auch verschiedene kostenlose Beratungsstellen. Dorthin können Sie immer gehen, wenn Sie mehr Hilfe brauchen, oder wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie zur Polizei gehen möchten.

Schutzambulanz
Wenn Sie körperlich verletzt wurden (zum Beispiel geschlagen, sexuelle Gewalt) können Sie zur Schutzambulanz gehen. Die Schutzambulanz dokumentiert Ihre Verletzungen (zum Beispiel mit Fotos). Die Schutzambulanz kann Ihnen sagen, zu welchem Arzt oder zu welcher Beratungsstelle sie gehen können.

Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)
Der SkF hilft Frauen und Kindern, die Gewalt erleben und in Notsituationen sind. Es gibt viele Beratungsangebote.
Der SkF betreibt auch ein Frauenhaus. Wenn eine Frau wegen häuslicher Gewalt nicht mehr Zuhause bleiben kann, kann sie in ein Frauenhaus gehen. Frauenhäuser sind sicher. Die Adresse ist geheim und Männer dürfen dort nicht hinkommen. Frauen können dort mit ihren Kindern wohnen.

SOLWODI
SOLWODI hilft Migrantinnen, die in Deutschland in Not geraten sind, zum Beispiel

  • durch Gewalt im Namen der „Ehre“
  • durch Zwangsheirat
  • durch Gewalt in Ehe und Partnerschaft
  • in anderen schwierigen Lebenssituationen

pro familia
pro Familia berät Kinder und Jugendliche, die sexuelle Gewalt erlebt haben. Auch Eltern von betroffenen Kindern und Jugendlichen werden beraten. pro familia hilft auch Menschen, die gewalttätig geworden sind. Die Täter können lernen, wie man in Zukunft ohne Gewalt lebt.

Weißer Ring
Der Weiße Ring unterstützt Opfer von Kriminalität (zum Beispiel Diebstahl, Gewalt oder Missbrauch).

Opfer- und Zeugenhilfe
Die Opfer- und Zeugenhilfe in Fulda hilft Opfern von verschiedenen Straftaten. Sie können auch zu der Beratung gehen, wenn Sie Zeuge sind und eine Straftat gesehen haben.

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Hier können Frauen anrufen, die Gewalt erlebt haben. Die Beratung gibt es in vielen verschiedenen Sprachen. Man kann um jede Uhrzeit anrufen und muss nichts bezahlen. Auch Familienmitglieder oder Freunde von Betroffenen können anrufen. Die Nummer ist 08000 116 016.

Sucht- und Drogenberatung

Es gibt viele Arten von Sucht, zum Beispiel:

  • Konsum von Alkohol oder anderen Drogen
  • Konsum von Medikamenten (zum Beispiel Schmerzmittel)
  • Internetspiele oder Glücksspiel (zum Beispiel Lotto, Spielautomaten)

Bei diesen Fragen hilft eine Sucht- und Drogenberatung:

  • Sie sind sich nicht sicher, ob Sie abhängig sind?
  • Sie machen sich Sorgen um ein Familienmitglied?
  • Sie möchten mit dem Konsum aufhören?

Diese Stellen bieten kostenlose Hilfe an:

Psychosoziale Beratung

Manchmal fühlt man sich krank, dafür gibt es aber keine körperlichen Ursachen. Vielleicht gibt es aber eine seelische Ursache. Solche psychischen Erkrankungen treten oft nach belastenden und bedrohlichen Situationen auf. Sie sind kein Anzeichen von Schwäche. Psychische Erkrankungen können mit Hilfe eines Arztes oder eines Therapeuten geheilt oder mindestens gelindert werden.

Von Ihrem Hausarzt können Sie eine Überweisung zu einem Psychiater bekommen. Er kann Ihnen dann genau sagen, was Sie haben. Oft können Sie nach dem Besuch beim Arzt auch Unterstützung durch einen Therapeuten bekommen. Der Therapeut spricht mit Ihnen über Ihre Sorgen und Probleme. Er hilft Ihnen, sie zu lösen.

Oft dauert es aber sehr lange, bis Sie dort einen Termin bekommen. Sie können aber immer und kostenfrei zu diesen Beratungsstellen gehen:

Dafür brauchen Sie keine Überweisung. Auch Familienmitglieder können sich beraten lassen. Mehr Informationen und die Öffnungszeiten der einzelnen Stellen finden Sie auch hier.

Diskriminierung

Diskriminierung bedeutet, dass eine Person zum Beispiel beleidigt oder schlechter behandelt wird zum Beispiel:

  • wegen ihrer Herkunft
  • wegen ihrer Religion
  • wegen ihrer Hautfarbe 
  • wegen ihrer sexuellen Orientierung (zum Beispiel wenn eine Frau eine Frau liebt)
  • wegen ihrem Engagement gegen Rassismus oder Rechtsextremismus 

Diskriminierung ist Gewalt und oft gegen das Gesetz. Wenn das passiert, sind Sie nicht alleine. Sie können zu einer kostenlosen Beratungsstelle gehen. Hilfe bekommen Sie zum Beispiel bei response. Mehr Informationen dazu finden Sie unter Demokratie und Gleichbehandlung.